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KfW-Gründungsmonitor 2019: Talfahrt gestoppt

KfW-Gründermonitor 2019

Der KfW-Gründungsmonitor 2019 wurde am 30.05.2019 veröffentlicht, er gibt die jährliche Analyse von Struktur und Entwicklung des Gründungsgeschehens in Deutschland wieder. Das Fazit: die Talfahrt in der Gründungstätigkeit in Deutschland ist gestoppt. Doch eine positive Trendumkehr ist fraglich, weil sich in Wirtschaftsprognosen negative Signale mehren.

Die Zahlen des Gründungsgeschehens 2018

547.000 Personen machten sich 2018 selbständig, die Gründerquote liegt stabil bei 1,06 %. Noch dominieren Neugründungen, doch die Firmenübernahmen nehmen zu. Durch Gründungen wurden 2018 insgesamt 219.000 Vollzeitstellen geschaffen. Erfreulich für die Metropole–Region: im Länderranking liegt Berlin weiter auf Platz 1, Brandenburg stößt in die Top 3 vor.

Gestützt durch die gute Binnenkonjunktur hat sich die seit Jahren rückläufige Gründungstätigkeit in Deutschland 2018 stabilisiert. 2018 wagten 10.000 Personen weniger den Schritt in die Selbständigkeit als im Vorjahr (-10.000 bzw. -2 %). Die Gründerquote (Gründer pro 100 Erwerbsfähige) liegt weiterhin knapp oberhalb der 1 %-Marke.

„Die gute Konjunktur hat der Gründungstätigkeit im vergangenen Jahr positive Impulse gegeben und die negativen Effekte der weiterhin hervorragenden Lage am Arbeitsmarkt abgebremst. Die Zahl der Gründer konnte sich so stabilisieren“, sagt Dr. Georg Metzger, Gründungsexperte bei KfW Research. „Kurzfristig ist eine Trendwende hin zu wieder steigenden Gründerzahlen aber fraglich. Zwar sehen wir im KfW-Gründungsmonitor wieder mehr Personen, die eine Gründung ernsthaft planen – was ein gutes Omen ist. Die Prognosen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung senden in Summe aber ein negatives Signal. Welchen Kurs die Gründungstätigkeit 2019 nimmt ist daher ungewiss.“

Gründungsquote im internationalen Vergleich nach TEA-Quote

Die Gründungsquote in Deutschland ist im internationalen Vergleich viel zu niedrig, um langfristig das Wohlstandsniveau zu halten. Nimmt man die TEA-Quote (TEA steht für „Total early-stage Entrepreneurial Activity“), so steht Deutschland schlecht da. Die TEA-Quotediese zeigt den Prozentanteil derjenigen Erwachsenen (18 bis 64 Jahre), die während der letzten 42 Monaten (3,5 Jahre) ein Unternehmen gegründet haben und/oder gerade dabei sind, ein Unternehmen zu gründen.

In den USA liegt die TEA-Quote bei 15,6%, in China bei 10,6%, Großbritannien 8,2%. Frankreich (8,2%) und Japan (5,3%) liegen noch vor Deutschland mit einer TEA-Quote von 5 Prozent.

Weitere Informationen:

KfW-Gründungsmonitor 2019

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