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Ideen zur Finanzierung der Seilbahn sind gefragt!

LEITNER-Seilbahn

Die Seilbahn „Gärten der Welt – Berlin“ zwischen dem U-Bahnhof Kienberg und den „Gärten der Welt – Berlin“ im Erholungspark Marzahn ist heute eine bedeutsame Sehenswürdigkeit und wichtige touristische Verkehrsinfrastruktur Infrastruktur.

Doch die Finanzierung steht auf der Kippe!

Der Berliner Senat streitet derzeit noch über die Zukunft der Seilbahn in Marzahn-Hellersdorf. Nachdem eine Eingliederung der Anlage als ÖPNV-Infrastruktur in den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg abgelehnt wurde, steht nun auch eine langfristige Finanzierung in der Bewirtschaftung der Grün Berlin in Frage.

Aufgrund der Corona-Pandemie sind die Touristenzahlen stark rückläufig, die Einnahmen aus der Übernachtungssteuer (früher City-Tax) gehen auch zurück.
Erst mit der Beschlussfassung des Doppelhaushaltes 20/21 hatte das Berliner Abgeordnetenhaus den Weg für eine Finanzierung der Seilbahn über Betriebskostenzuschüsse geebnet. Doch wie es langfristig aussieht, bis über das Jahr 2030 hinaus, ist unsicher. In jedem Fall braucht der Betreiber  „Leitner Seilbahn Berlin GmbH“ eine langfristige Vertragsperspektive.

Linke Bezirkspolitik in Marzahn-Hellersdorf ist besorgt

Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle und Kristian Ronneburg kämpfen für Seilbahnfinanzierung. In der Pressemitteilung vom 6.10.2020 wird umfangreich Postion bezogen, ohne auf die Positionen der anderen in der Marzahn-Hellersdorfer Bezirksverordnetenversammlung einzugehen.
Pohle und Ronneburg benutzen damit das Bezirksamtsportal exklusiv für „politische Wahlkampfzwecke“ der Linkspartei, und schieben die eigene Bezirksverantwortung auf den Berliner Senat ab.

Ideen aus dem Bezirk für die Seilbahn im Bezirk

Wie ein künftiger gesicherter Betrieb der Seilbahn durch die Grün Berlin finanziert wird, ist noch offen. In jedem Fall müssen etwa 1 Million € pro Jahr zufinanziert werden, denn der Seilbahnbetrieb ist wetterabhängig und starken Schwankungen der Fahrgastzahlen unterworfen. Die Fahrt über 1,5 Kilometer, vom U-Bahnhof „Kienberg“ der U5 übers Wuhletal und die Zwischenstation „Wolkenhain“ zu den Gärten der Welt am Blumberger Damm in Marzahn dauert nur 4,25 Minuten. Das ist wenig Zeit für viel Fahrgeld: 4 Euro für die einfache Fahrt, 6,50 € für Hin- und Rückfahrt. Familienbudgets werden da schnell gesprengt.

Finanziellen Spielraum gibt es nur, wenn auch die Betriebszeiten von werktags 10-18 Uhr, und 10-19 Uhr an Wochenenden ausgeweitet werden.

Die Lösung für die Finanzierungslücke könnte im touristischen Ticket-Marketing liegen: die Jahreskarte der Grün Berlin GmbH mit Seilbahn ermöglicht, wie bei dem Kombiticket Gärten der Welt und Seilbahn, die An- und Abreise zur Parkanlage. Einmal am Tag kann die Seilbahn für eine Hin- und Rückfahrt mit Ein- und Ausstiegsmöglichkeit auf dem Kienberg genutzt werden.
Durch berlinweites Ticket-Marketing und besondere Event- und Freizeitangebote könnte der Jahreskarten-Verkauf gesteigert werden.
Die Besucher-Auslastung könnte durch besondere „Zeitfenster-Tickets“ verbessert werden.
Was nicht vergessen werden darf:
für Kinder und Familien aus Berlin und Brandenburg mit geringen Einkommen muss es Zuschüsse geben, die aus Sozialetats finanziert werden. So könnte die jährlich fehlende 1 Million € in Teilbudgets diversifiziert und jeweils mit zweckgebundenen Mitteln finanziert werden.

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Welche Ideen und Marketing-Ideen könnten noch helfen, die Seilbahn zu finanzieren? Bitte teilen Sie uns Ihre Ideen und Vorschläge mit:

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