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Jobcenter digital mit unsicherer Verbindung

Jobcenter digital

Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf hat am 3.6.2019 über die Digitalisierung des Jobcenters informiert:

Weiterbewilligung online beantragen – jobcenter.digital spart Kundinnen und Kunden künftig Porto und Zeit

Nach Einführung der eAkte im Jobcenter kommt nun der Online-Kanal für die Bezieherinnen und Bezieher von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II. Als erster Schritt zum digitalen Jobcenter können seit Neuestem die Kundinnen und Kunden Änderungen beispielsweise ihrer Adresse über das neue Online-Portal jobcenter.digital mitteilen. Außerdem können sie die Weiterbewilligung ihrer Leistungen über das Portal beantragen.

Veränderungsmitteilungen und Weiterbewilligungsanträge sind die häufigsten und wichtigsten Anliegen im Rahmen der Grundsicherung. Auf jobcenter.digital stehen dafür nun Formulare zu Verfügung. Das Ausfüllen wird durch entsprechende Hinweise aktiv unterstützt.

Kundinnen und Kunden können damit ohne Laufzeiten und Porto zeit- und ortsunabhängig ihre Unterlagen übersenden. Dokumente können nicht mehr auf dem Postweg verloren gehen.
Voraussetzung für die Nutzung von jobcenter.digital ist ein persönliches passwortgeschütztes Kundenkonto. Wer einen Personalausweis mit Online-Ausweisfunktion hat, kann sich selbständig vom eigenen Rechner aus registrieren und vergibt sich dafür die Sicherheitsstufe 3. Ansonsten spricht die Kundin, der Kunde die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jobcenter an: Zur Identitätsprüfung wird der Personalausweis vorgelegt. Dann wird freigeschaltet, und zwar für die Sicherheitsstufe 4: Die gilt bereits für die Nutzung künftiger weiterer Funktionen des Kundenportals jobcenter.digital.

Auch über wichtige Themen rund um die Grundsicherung informiert das Portal. Das Besondere: Individuelle Geschichten machen die oft schwierigen rechtlichen Informationen rund um das SGB II leichter verständlich.
jobcenter.digital ergänzt den Online-Auftritt des Jobcenters Berlin Marzahn-Hellersdorf und ersetzt ihn nicht. Und ganz wichtig: Natürlich können die Bürgerinnen und Bürger unseres Bezirks weiterhin uneingeschränkt persönlich im Jobcenter vorsprechen, um sich Rat und Unterstützung zu holen.

URL für das Portal rund um die Grundsicherung jobcenter.digital: www.jobcenter-digital.de

Pressemitteilung Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf | 03.06.2019


Kommentar:
Beim Aufruf vermeldet der Firefox-Browser „Diese Verbindung ist nicht sicher

Der Inhaber von www.jobcenter-digital.de hat die Website nicht richtig konfiguriert. Firefox hat keine Verbindung mit dieser Website aufgebaut, um Ihre Informationen vor Diebstahl zu schützen.“

Der Grund ist ein abgelaufenes Sicherheitszertifikat der Internetseite: „Wenn Firefox eine gesicherte Verbindung zu einer Website aufnimmt, (d. h. die URL beginnt mit „https://“), muss sichergestellt werden, dass das Zertifikat dieser Website gültig und die Verschlüsselung stark genug ist, um Ihre Privatsphäre ausreichend zu schützen. Ist beides nicht möglich, stoppt Firefox die Verbindung zu dieser Website und zeigt stattdessen die Seite mit der Fehlermeldung.

Da im öffentlichen Dienst die verantwortlichen Stellen für Redaktion und technischen IT-Betrieb in der Regel weit voneinander getrennt arbeiten, fällt der Fehler meist zuerst den Webseiten-Nutzern auf.

Das Jobcenter arbeitet mit sensiblen Personendaten, und so muss nun nach Maßgabe der EU-Datenschutzgrundverordnung der verantwortliche Datenschutzbeauftragte informiert werden.

Der aktuelle Fall von Jobcenter digital ist nicht der einzige Fall in Marzahn-Hellersdorf. So wurde zum Beispiel das Biesdorfer Blütenfest auf einer unsicheren Internetseite angekündigt (www.biesdorfer-blütenfest.de). Auch die Internetpräsenz zum kommenden Tag der Offenen Galerien ist ohne aktuelles Sicherheitszertifikat (www.kultur-marzahn-hellersdorf.de).

Auch die Internetseite 114 ÜBER MARZAHN anlässlich des 40-jährigen Jubiläums von Marzahn-Hellersdorf, die in Zusammenarbeit mit dem Projekt Standortmarketing, der Leitstelle für Wirtschaftsförderung des Bezirks entstand, ist unsicher. Das Festival wird übrigens gefördert aus den Mitteln des Bundes und Landes Berlin im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe (GRW) „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (https://www.114-ueber-marzahn.de).

Damit entfällt für diese Themen natürlich auch eine öffentlichkeitswirksame Presseankündigung.

Da es auch keine Werbeanzeigen für lokale Zeitungen gibt, findet 40-Jahre Marzahn-Hellersdorf praktisch nur auf dem Bezirksamtsportal und bei einer kleinen überschaubaren Twitter-Gemeinde statt. Steuermittel für Fach-Personal werden aufgewendet – bei unzureichenden Werbeeffekten! Staatskultur – ohne Öffentlichkeitsanbindung! Der Weg vom Lokalzeitungssterben über das Redaktionssterben zum „Parteien-Sterben“ ist schon vorgezeichnet! Weder Agora noch Markt und Kultur können von sozialen Netzwerken überleben! Die Digitalisierung läuft womöglich schief – nicht nur in Marzahn-Hellersdorf!


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Wußten Sie das schon: Marc Zuckerberg, Sundar Pichai und Jack Dorsey kommen nicht zu Presseterminen nach Marzahn-Hellersdorf! Sie bezahlen auch keine Journalisten! Eine lokale Zeitung kann dagegen einen echten Journalisten oder eine Journalistin entsenden und kontinuierlich das Bezirksgeschehen beobachten, auswerten und beurteilen ! Sogar Nachdenken, Recherchieren, Fotografieren und Schreiben ist möglich! Das kostet aber Zeit, Arbeit, Mindestlohn, BVG-Ticket und Spesen!

Faire Leser-Abos helfen dabei, die Kosten zu decken!

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Mit dem fairen Anzeigen-System anzeigio kommt sogar die soziale Marktwirtschaft in die Stadt zurück! Das SmartCity-Mediennetzwerk* hilft allen Citizens, Werbepartnern und Commerce-Partnern, mit ihrer eigenen öffentlichen digitalen Präsenz Geld zu verdienen! Digitale Öffentlichkeit ist das Konzept: es gibt keine Pay-Wall für Leser*innen – und kein „kalifornisches Log-In“ und „best TKP in Town“. Datenschutz und berlinweite Medienreichweiten sind „eingebaut“! Ticket-Vorverkauf, Online-Handel, Booking, Gutscheine und vieles mehr ist möglich! Informationen gibt es auf Anfrage: info@anzeigio.de

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= 12 digitale Bezirkszeitungen, ein Anzeigensystem und bald eine neue Zeitung für die Metropole

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