Donnerstag, 18. Juni 2026
Home > Aktuell > Zwischen Kosmos und Chaos: Neue Doppelausstellung im Schloss Biesdorf

Zwischen Kosmos und Chaos: Neue Doppelausstellung im Schloss Biesdorf

Ehemaliges Rittergut des Baron von Rüxleben im italienischen Villenstil

Das Ehemalige Rittergut des Baron von Rüxleben im italienischen Villenstil erlebt heute als Kunstort und Schloss Biesdorf eine neue Zeit.

Am Sonntag, dem 28. Juni 2026, eröffnet das Schloss Biesdorf um 18:00 Uhr zwei neue Ausstellungen. Sie sind bis zum 27. September 2026 zu sehen.

Unter dem Titel „Kosmos: Agenden, Netzwerke, Freundschaften“ präsentiert der erste Teil Arbeiten von mehr als 30 Künstlerinnen und Künstlern, die in der DDR gewirkt haben. Die Schau wurde von Sylvie Kürsten und Susanne Weiß kuratiert.

Die Auswahl untersucht das Verhältnis von Kunst und Politik. Die Werke machen Freiräume und Netzwerke sichtbar, die trotz der staatlichen Kontrolle entstanden. Sie stammen aus den Beständen des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR, des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) und des Museums Utopie und Alltag / Kunstarchiv Beeskow. Ergänzend kommen Leihgaben der Künstlerinnen und Künstler hinzu.

Das ifa hat das Projekt mit der Wüstenrot Stiftung realisiert. Als Partner wirken das Kunsthaus Dresden, die ifa-Galerie Berlin und der Kunstverein Ost (KVOST) mit. Ebenfalls beteiligt sind die Prater Galerie, die Galerie im Turm und das Schloss Biesdorf. Der Hauptstadtkulturfonds fördert dieses Vorhaben.

Der zweite Teil der Ausstellung trägt den Titel „The Order of Chaos – Die Ordnung des Chaos“ und stellt das Schaffen von Stefan Roloff vor. Der Künstler lebt in Berlin und New York und gilt als Pionier der digitalen Bildbearbeitung. Besucherinnen und Besucher erleben hier frühe Computervideos, Gemälde und zwei neue Videoinstallationen. Diese beleuchten unter den Titeln „Burnt Mickey“ und „Saturn frisst seine Kinder“ düstere Welten sowie den Kreislauf von Freiheit und Unterdrückung.

Auch seine farbenfrohe Serie „Of Mice and Monuments“ wird ausgestellt. Die Idee dazu hatte Roloff 1990 nach dem Fall der Berliner Mauer, als viele sozialistische Statuen weichen mussten. Die Bilder illustrieren Mäuse, die sich selbst Denkmäler setzen, diese bewundern und am Ende wieder zerstören.

Der Eintritt zu den Ausstellungen ist frei. Beide Ausstellungen werden durch den Ausstellungsfonds Kommunale Galerien und den Fonds Ausstellungsvergütung der Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt unterstützt.

Schloss Biesdorf | Alt-Biesdorf 55 – in 12683 Berlin |

Weitere Informationen:

Quelle: Pressemitteilung vom 11.06.2026


Public Media — Lokalpresse, Stadtinformation & offene Lokalmedien ohne digitale Hürden.