Sonntag, 02. August 2026
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Verschwörungsmythen – ein Wimmelbild

Wimmelbild Verschwörungsmythen

Durch soziale Medien und das Internet kreisen viele Verschwörungsmythen. Es sind oft Versuche, komplexe Sachverhalte unserer Gesellschaft durch einfache Erklärungen verständlich zu machen. Unvollständige Informationen und logische Fehler bewirken dabei in den meisten Fällen falsche Rückschlüsse und Thesen.

„Empören?“, „Aufregen?“, „Wutentbrannt für & wider posten?“ — Oder aufklären, informieren und zuerst einordnen?“ „Es lohnt sich, mit Ruhe nach der Wahrheit zu suchen!“

Es ist nicht leicht, sich einen Überblick zu verschaffen: Welche Verschwörungsmythen gibt es, wie werden sie genannt und was bedeuten sie wirklich? – Das Wimmelbild Verschwörungsmythen gibt Auskunft. Es wurde vom Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes ( ProPK ) gemeinsam mit dem Referat Prävention des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg entwickelt.

Das Wimmelbild hat einen didaktischen Anspruch. Es soll helfen, durch Wissen politisch motivierte Kriminalität im Alltag leichter zu erkennen und helfen, die eigene Orientierung und Zivilcourage zu stärken.

Sophie von Bissingen, Redakteurin bei der Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes:

„Unser Wimmelbild ‚Verschwörungsmythen‘ greift ein komplexes gesellschaftliches Thema auf und macht es leicht zugänglich. Durch die visuelle Darstellung können Menschen Zusammenhänge entdecken, Fragen stellen und miteinander ins Gespräch kommen. Unser Ziel war es, einen niedrigschwelligen Zugang zu schaffen, der Neugier weckt und dazu anregt, Informationen kritisch zu hinterfragen. Die Auflösung macht sichtbar, welche Mechanismen und teilweise auch Straftatbestände hinter den dargestellten Verschwörungsmythen stehen, und unterstützt dabei, Zusammenhänge zu verstehen und kritisch zu bewerten.“

Spielerisch etwas über Verschwörungstheorien lernen

Das Wimmelbild wurde als didaktisches Hilfsmittel für Präventionsveranstaltungen konzipiert. Es baut auf Inhalten des interaktiven Films „Chris + Lea“ der Kampagne „Zivilen Helden“ auf. Zielgruppe sind vor allem junge, in­ter­net-af­fi­ne Menschen.

Das Plakat steht als PDF-Datei zum Download zur Verfügung. Auf dem Plakat sind 40 ver­schwö­rungs­re­le­van­te Hinweise abgebildet, die es zu finden und zu klären gilt. Auf der Website der Polizei www.​zivile-​helden.​de/​wimmelbild sind die Erklärungen zur Selbstprüfung aufgelistet. Außerdem gibt es dort auch eine interaktive, gamifizierte Online-Version des Wimmelbildes. Beim Klick auf eine Verschwörungstheorie poppt eine Erklärung mit weiterführenden Informationen auf. Jeder Klick wird gezählt. So lernt man etwas und hat Spaß dabei.

Mit dem Wimmelbild der Polizei wird man schnell zum Experten für Verschwörungstheorien. Es hilft vor allem jungen Leute, sich sicher im Internet zu bewegen, Informationen kritisch zu hinterfragen und sich eine eigene faktenbasierte Meinung zu bilden.

Weitere Informationen:

Polizei Beratung : Wimmelbild Verschwörungsmythen

Plakat „Wimmelbild Verschwörungsmythen“ (PDF-5 MB)

Zum Spiel + Zur Auflösung: www.zivile-helden.de/wimmelbild

Leseraktion zum Wahlkampf in Berlin:
Wer verbreitet Verschwörungstheorien? — Wer soll befragt und zum Interview gebeten werden? Alle Leser-Hinweise stehen unter dem Schutz des Pressegeheimnis. Mail bitte an die Redaktion senden!