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E-Zigaretten: Todesfälle durch Vitamin E verursacht?

Rauch aus E-Zigaretten lebensgefährlich

Über 200 mysteriöse Lungenerkrankungen und zwei Todesfälle in den USA gaben den Ermittlern bisher Rätsel auf. Die Opfer hatten E-Zigaretten geraucht. Neu im Verdacht steht nun Vitamin-E-Acetat (Tocopherol), das in vielen Fällen, aber nicht allen, in den verdampften Liquids enthalten war. Die heiße Spur: Betroffene hatten auch Liquids mit dem psychoaktiven Cannabis-Wirkstoff THC konsumiert.
Untersuchungen der gerauchten Produkte hätten einen Stoff in den Fokus gerückt, der möglicherweise für die Beschwerden verantwortlich sei, berichtete die «Washington Post», und berief sich dabei auf interne Kommunikation der Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Administration) mit Behörden aus betroffenen US-Bundesstaaten.

Ermittler hätten Vitamin-E-Acetat in Proben von Cannabisprodukten gefunden, die die Erkrankten zuvor geraucht hatten. In einigen US-Bundesstaaten ist der Verkauf von entsprechenden THC-Produkten erlaubt. Vitamin E kommt natürlicherweise in verschiedenen Nahrungsmitteln wie Ölen oder Nüssen vor. Wie die «Washington Post» berichtete, kann die für den Menschen essenzielle Substanz aufgrund ihrer molekularen Struktur beim Einatmen jedoch sehr gefährlich werden.

Wie die FDA berichtete reichten die Symptome von Atembeschwerden, Atemnot und Brustschmerzen bis hin zu Fällen von Magen-Darm-Erkrankungen mit Erbrechen und Durchfall. In der Lunge eingeatmet blockiert Tocopherol die Sauerstoffaufnahme ins Blut.

Die Gesundheitsgefährdung durch E-Zigaretten ist bei Tocopherol-haltigen Liquids offenbar akut. Auch wenn die Ursachenklärung noch nicht eindeutig ist, liegt ein starkes Indiz für lebensgefährliche Gesundheitschäden durch Rauch aus E-Zigaretten vor.

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