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Bezirk Marzahn-Hellersdorf soll Wernersee als Grünfläche kaufen

Wernerbad in Kaulsdorf

Marzahn-Hellersdorf erfüllt seine Aufgaben in der kommunalen Daseinsvorsorge nicht, zu denen auch die Unterhaltung und Betrieb von Schwimmbädern gehört. Im Bezirk gibt es weder genügend Hallenbäder, noch Freibäder.
Das ehemalige Wernerbad wäre eine Möglichkeit, mit überschaubaren Investitionen den Fehlbedarf teilweise zu decken. Doch Grundstücksgeschäfte drohen, die Chance zunichte zu machen.

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Marzahn-Hellersdorf ist nun aktiv geworden und fordert eine Sicherung für den öffentlichen Bedarf:

„In die Angelegenheit des ehemaligen Wernerbades kommt Bewegung. Der Verkauf des Grundstücks an die städtische Berlinovo Grundstücksentwicklungsgesellschaft steht offenbar kurz bevor. Wir fordern das Bezirksamt auf, die Fläche des Wernersees von der Berlinovo Grundstücksentwicklungsgesellschaft zu erwerben und damit der Öffentlichkeit als Grünanlage zu erhalten. Eine Finanzierung über den Grünflächenankauffond des Senats ist möglich.“

Die Begründung:

„Viel zu viele ökologisch wertvolle Flächen sind in der Vergangenheit verschwunden. Durch den Klimanotstand und die weiterhin wachsende Stadt stehen die verbliebenen Orte unter besonderem Druck. Das Wernerbadgelände hat in Marzahn-Hellersdorf bei Bewohnerinnen und Bewohnern einen hohen Stellen- und Erinnerungswert. Aus diesem Grund setzen wir uns dafür ein, den öffentlichen Zugang zum See und der umgebenden Grünfläche zu erhalten. Das Gelände besitzt auch einen hohen ökologischen Werte.“

Versäumnisse beim Verkauf durch die Berliner Bäderbetriebe?

Doch beim Verkauf durch die Berliner Bäderbetriebe ist der Bezirk Marzahn-Hellersdorf nicht rechtzeitig aktiv geworden. So stellen Bündnis 90/Die Grünen fest:

„Leider ist es beim aktuellen Verkauf von den Berliner Bäderbetrieben an die Berlinovo nicht gelungen, die Teilflächen mit See und Grünfläche vom Bezirk zu kaufen. Dem Vernehmen nach, hätte das Bezirksamt hierzu die Möglichkeit gehabt. Eine Finanzierung dafür wäre über den Grünflächenankauffond des Senats möglich gewesen.“

Die Konsequenz ist ein Antrag von Bündnis 90/Die Grünen in der BVV, in dem man sich dafür einsetzt, die zögerliche Haltung zu korrigieren, und den Kauf aus Händen der landeseigenen Berlinovo Immobilien Gesellschaft mbH zu vollenden.

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