Montag, 27. April 2026
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Sichere Räume & Auftrittsorte für bedrohte Künstler:innen

Liberty-Bell-Protokoll

Die Vorgänge um die illegale Förderung von sogenannten „Antisemitismus-Projekten“ und der Rücktritt der Kultursenatorin sind einschneidend für die Berliner Kulturlandschaft. — „Fördergeldaffäre »Evident rechtswidrig«“ schrieb die Jüdische Allgemeine am 27.04.2026 zum Bericht des Landesrechnunsghofes Berlin. — Auch die Entlassung des Staatssekretärs für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt ist dabei ein Tiefpunkt der Stadtpolitik. Die heutige Erklärung des Regierenden Bürgermeisters in der Pressemitteilung vom 24.04.2026 ist nicht zielführend. Kultur & Künste sind frei — entscheiden selbst über künstlerische Positionen und ihre Entfaltung. — Staatliche Förderungen mit direktiven Zielen und politischer Präferenzenbildung werden prinzipiell abgelehnt, wenn es keine neutralen Jurys gibt!

Um einen Neuanfang in der Kultur zu fördern, wird hier ein neuer, inklusiver „Public-Media-Weg“ in der Kulturförderung begonnen.

  • für Projekte aus Programmen staatlicher „Antisemitismusförderung“ ist eine Kostendeckung für den Einsatz „dauerbeobachtender Journalisten“ grundsätzlich erforderlich.
  • Künstlerinnen und Künstler, deren Auftritte unter Bedrohungen stehen, werden wirksam unterstützt und mit Selbstkostendeckung gefördert.
  • Träger und Organisationen, die Antrags- und Projektförderungen erhalten, benötigen eine volle Kostendeckung incl. Tariflohn für „dauerbeobachtende Journalisten,“ sowie Lizenz- und Nutzungsgebühren für Bildrechte und ggf. Gema-Gebühren und Abgaben an VG Wort.

Public Media stützen sich nicht auf Daten- und Plattformökonomien sondern auf humane Arbeit und journalistische Arbeit und sind grundsätzlich kostenpflichtig (Paid Content-Only-Prinzip). Der Einsatz von Systemen mit künstlicher Intelligenz erfordert höheren Aufwand für Lektorat und Fehlerkorrekturen.

Sichere Räume & Auftrittsorte für Künstler:innen

Auftrittsmöglichkeiten und der enge Kontakt mit dem Publikum sind das Lebenselexier für alle Künste.

Künstlerinnen und Künstler müssen Ihre künstlerische Entfaltung und ihre Auftritte mit mehr Selbstbestimmung planen können. Dabei spielen journalistische Ankündigungen und kommentierende Berichterstattung eine entscheidende Rolle. Aus Kostengründen müssen auch sichere und kalkulierbare
Bühnen und Auftrittsorte gewählt werden können.

Um Berlin als Stadt der Freiheit und Entfaltungsfreiheiten weiter zu kultivieren, wird ein Katalog sicherer Auftrittsorte gepflegt, an denen Künstlerinnen und Künstler ohne zusätzliche aufwändige Security-Maßnahmen auftreten können. Dieser Katalog wird nicht veröffentlicht, sondern nur individuell per
konkreter Empfehlung weiter gegeben.

In fast allen 96 Ortsteilen in Berlin und im Umland von Berlin gibt es solche Orte, in denen ein sicherer
Kontakt zum Publikum möglich ist. In folgenden Bezirken und Orteilen fehlen jedoch noch Angaben zu sicheren Auftrittsorten:

  • Marzahn-Hellerdorf, alle Ortsteile
  • Lichtenberg, alle Ortsteile
  • Neukölln, Ortsteil Rudow
  • Reinickendorf, alle Ortsteile
  • Spandau, Haselhorst & Siemensstadt
  • Steglitz-Zehlendorf, Ortsteil Wannsee
  • Tempelhof-Schöneberg, Ortsteil Lichtenrade
  • Treptow-Köpenick, alle Ortsteile.

Für die Kulturentwicklung, für Gastronomie und für die Beherbergungswirtschaft sind diese sicheren Orte zugleich eine „sichere wirtschaftliche Basis,“ die von einem anspruchsvollen Publikum besucht werden.

Liberty-Bell-Protokoll für bedrohte Künstler & ihre Künste

Um Berlin als Stadt der Freiheit und Entfaltungsfreiheiten zu erhalten, wurde das „Liberty-Bell-Protokoll“ erarbeitet, das Anforderungen an künstlerische Freiräume definiert. Diese sollen sicher und offen für die Künste und die Offene Gesellschaft sein und zugleich sichere Arbeit für Journalisten bieten. Orte die diese Anforderungen erfüllen, werden auch uneingeschränkt für die Öffentlichkeit empfohlen und in Programmankündigungen genannt. Orte, an denen Übergriffe stattfinden, werden für 1 Jahr ausgelistet.

Künstliche Intelligenz & das authentische Autor-Format

Das authentische Autor-Format wird besonders gefördert. Es ermöglich beste Sichtbarkeit, Archivierung und Wiederauffindbarkeit. Akkreditierte Journalisten & Autoren erhalten auch Zugang zu den EU-weiten
Medien und der Internationalen Zeitung aus Berlin.

Weitere Informationen:

info@marzahn-hellersdorf-zeitung.de