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„In Marzahn wird es nie eine Kiez-Kultur geben“

Balancierende Figuren auf dem Dach

Fast 270.00 Menschen in Mahrzahn-Hellersdorf am östlichen Stadtrand der Metropole Berlin. Im Jubiläumsjahr 40 Jahr Marzahn-Hellersdorf wird auch über Vergangenheit, Image und Zukunft des Bezirks nachgedacht. Ähnlich wie die zwei balancierenden Figuren auf der Wippe des Künstlers Hubertus von der Goltz sucht der ganz Bezirk beständig nach einer neuen Balance zwischen dem Alten und dem Neuen.

Wie ist es mit dem Ruf als Wohnbezirk bestellt? Hat das alte Plattenbau-Image noch Gewicht, oder verändert sich etwas?

Eine Figur auf der Wippe steht auf einem Bein, der andere rudert mit den Armen. Was ist mit den beiden los – tanzen sie, oder fallen sie runter? Stehen etwa auch der Bezirk und sein Image auf der Kippe?

Eine wichtige Standortbestimmung ist am 16. Februar 2010 im Internetportal n-tv in Form eines Interviews mit dem Leiter des bezirklichen Standortmarketing Oleg Peters erschienen.

„In Marzahn wird es nie eine Kiez-Kultur geben“

Einer der Kernsätze des Interviews handelt von den Zukunftschancen im Bezirk. Es ist eine Frage, die über Lebensgefühl, Wohnen und Arbeiten und Zukunft mit entscheidet:

Oleg Peters: „Es gibt ein paar Dinge, die lassen sich bei uns nicht realisieren. Es wird hier nie eine Kiez-Kultur geben. Das ist ausgeschlossen. Viele junge Leute steigen lieber in die S-Bahn vor der Tür. Mit der Stadtbahn brauchen sie nur 15 Minuten bis zu den Kneipen und Cafés an der Warschauer Straße. Jeder, der hier versucht hat, etwas Ähnliches aufzubauen, ist bislang gescheitert.“

Peters äußert sich optimistisch: „Im Bezirk drehen sich wieder wie vor 40 Jahren an allen Ecken Baukräne und das ist ein gutes Zeichen für die Zukunft. Sowohl in den Einfamilienhausgebieten von Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf als auch in der modernen Großsiedlung – der Bezirk spricht sich als attraktiver Wohnstandort mit grünem Umfeld immer mehr herum.“

Aber eine Zukunftsvision hat der Leiter des Standort-Marketing von Marzahn-Hellersdorf nicht. Am Ende des Interviews verweist er auf die ungelöste Wohnungsfrage, und setzt seine Hoffnungen auf eine bisher sehr unwahrscheinliche länderübergreifende Zusammenarbeit mit Brandenburg.

Braucht Marzahn-Hellersdorf eine konkrete Zukunftsvision oder ein Leitbild?

Wie sieht Marzahn-Hellersdorf in Zukunft aus? Wohin entwickelt sich der gesamte Bezirk? Muss man nun ohne Kiezkultur planen? Oder führt die Diskussion über die Zukunft von Wohnen, Leben, Arbeiten, Kultur, Bildung und Infrastruktur zu einer neuen Perspektive? Haben Bezirkspolitik und Standortmarketing sogar den Auftrag, ein Zukunftsbild zu entwerfen, um zielgerichtet neue Bedingungen zu schaffen, damit sich neue Qualitäten und Chancen entwickeln können?

Leseraktion: Picture of the Future

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