Freitag, 23. Januar 2026
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KI-Software für einfachere Behördensprache

Verwaltung arbeitet mit KI-Chatbot

Die Senatskanzlei stellt ab sofort allen Behörden der Berliner Verwaltung eine KI-unterstützte Software zur Verfügung, mit der Texte automatisiert in bürgernahe Sprache sowie in Leichte Sprache übersetzt werden können. Ziel ist es dabei, das Dienstleistungsangebot der Berliner Behörden einer möglichst großen Zielgruppe zugänglich zu machen und verständlich zu erklären.

Der Einsatz der Software ist für die redaktionelle Arbeit an Texten auf Behördenwebseiten sowie in Behördenbriefen vorgesehen. Bisher stellt die Sprache der Verwaltung viele Menschen vor Herausforderungen. Abhilfe schaffen kann hier eine bürgernahe Verwaltungssprache, die auf die Nutzung von Fachbegriffen verzichtet, sofern es nicht zwingend erforderlich ist. Menschen mit Lernschwierigkeiten sind darüber hinaus auf Leichte Sprache angewiesen, um Texte verstehen zu können. Leichte Sprache zeichnet sich durch kurze Sätze, eine klare Struktur sowie der ausschließlichen Verwendung von einfachen Wörtern des Sprachniveaus A1 bis A2 aus.

Die Software steht der Berliner Verwaltung zunächst für drei Jahre zur Verfügung. Ihr Einsatz ist für die einzelnen Behörden kostenfrei, der Nutzen der neuen Software wird fortlaufend analysiert und evaluiert.

Martina Klement, Staatssekretärin für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung und CDO des Landes Berlin sagte dazu: „Mit dem KI-Tool, das wir als Senatskanzlei nun den Berliner Behörden zur Verfügung stellen, können sich die Redaktionen in den Behörden ihre Texte per Knopfdruck innerhalb von wenigen Sekunden sowohl in bürgernahe Verwaltungssprache als auch in Leichte Sprache übersetzen lassen. Das macht Verwaltungshandeln transparenter und verständlicher und hilft damit, unnötige Barrieren zwischen Behörden sowie Bürgerinnen und Bürgern abzubauen. Ich freue mich sehr, dass wir mithilfe von Digitalisierung das Leben für unsere Beschäftigten und die Berlinerinnen und Berliner etwas erleichtern können.“

Quelle: Pressemitteilung vom 23.01.2026